Günther Willms

deutscher Jurist; Bundesrichter 1953-1980; Veröffentl. u. a.: "Aufgabe und Verantwortung der politischen Parteien", "Staatsschutz im Geiste der Verfassung", "Rhön von allen Seiten"

* 25. Februar 1912 Duisburg

† 3. Oktober 1998 Ettlingen

Herkunft

Günther Willms stammte aus Duisburg, die Familie aus Westfalen. Sein Vater war bis zu seiner Entlassung aus politischen Gründen im Jahre 1933 als Studienrat (Neuphilologe) tätig. Sein Großvater war Bergmann und starb früh als Opfer seines Berufes.

Ausbildung

W. besuchte das Humanistische Gymnasium in Fulda und studierte dann von 1930 bis 1933 Jura in München, Bonn, Frankfurt und Marburg. Nach der Referendarausbildung im Bezirk des OLG Kassel war er als Assessor in Kassel, Fulda, Hanau und Aschaffenburg tätig. Schon früh publizistisch bemüht, sah sich W. nach seiner Streichung aus der vorläufigen Schriftleiterliste 1934 auf die gelegentliche Veröffentlichung feuilletonistischer Arbeiten beschränkt, die er zum überwiegenden Teil gemeinsam mit seinem genau gleichaltrigen Freund Fritz Maubach (gest. am 3. Nov. 1963) verfaßte und vor allem in der "Frankfurter Zeitung" veröffentlichte.

Wirken

Den Zweiten Weltkrieg machte W. als Reserveoffizier von Anfang bis Ende an der Front mit. Kurz vor Kriegsende war er Hauptmann und erster Generalstabsoffizier (Ia) eines Artillerie-Kommandeurs in der Ardennenoffensive.

Nach seiner Heimkehr begann ...